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Umbaupläne: Subkultur soll aus dem EG des K4 / Künstlerhauses verschwinden

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Umbaupläne: Subkultur soll aus dem Erdgeschoss des K4 / Künstlerhauses verschwinden
Gerade rechtzeitig zum 40. Geburtstag des Musikvereins schneit die Nachricht herein: Der dritte Bauabschnitt, die Renovierung des Altbaus, des K4 (offiziell „Künstlerhaus“) soll nun doch noch angegangen werden. Der architektonische Vorentwurf steht und im Oktober soll er dem Stadtrat zur finanziellen Bewilligung vorgelegt werden. Uns sind noch nicht alle Details klar, und wir können hier nicht auf alles eingehen, aber was Musikverein und Cafe Kaya – sprich: die Veranstaltungen im Zentralcafé – betrifft: Die werden nach dem Umbau Geschichte sein, wenn er so durchkommen sollte, denn:
– Für unsere Veranstaltungen soll ein neuer Veranstaltungsbereich unter dem Biergarten gebaut werden.
– In das Zentralcafé soll das Nobelburgerrestaurant Auguste einziehen.
– Der Raum, den die Auguste jetzt hat (KOMM-Kneipe, Löffler’s, Kulturwirtschaft), soll komplett einem großen Foyerbereich weichen.
Bevor jetzt alle aufschreien, „Ein Burgerladen im Zentralcafé – das geht ja gar nicht!“, möchten wir schon feststellen, dass unsere Verlagerung in einen neuen Kellerbereich so ganz praktisch gesehen durchaus auch Vorteile für uns hätte:
Vorteile eines neuen, abgeschotteteren Veranstaltungsbereichs:
– Wir bekämen einen Bereich, der genau auf unsere Nutzungsart zugeschnitten wird. Das Zentralcafé birgt ja von Sound über Säulen bis hin zur schlechten Lüftung durchaus einige Punkte, die es nicht so ganz optimal für Konzert/Party-Nutzung machen.
– Wir hätten viel kürzere Wege: Im Moment ist unser Backstage und Gruppenraum und Büro im zweiten Stock, Veranstaltungsraum im Erdgeschoss, Cateringküche im Keller.
– Freiere Terminplanung: Wir müssten nicht mehr laute und leise Veranstaltungen mit Festsaal und Hinterzimmer abstimmen.
– Wir hätten einen Bereich, den wir passender zu unseren Veranstaltungen prägen könnten und Basics, die wir uns schon lange wünschen, wären kein Problem mehr: Zum Beispiel kein so grelles Stimmungskillerlicht im Gang, kein dauerimprovisierter Garderobenbereich.
– Dazu kommt, dass die Planung eines solchen neuen Veranstaltungsbereichs schon ein großes Statement für die Zukunft unserer Kulturarbeit im Haus ist, das wir zu schätzen wissen.
Unsere praktischen Bedenken wegen der Umbaupläne:
Selbstverständlich gibt es aber ein großes ABER, denn wir haben einige ungeklärte Bedenken, was die Umbaupläne anbelangt.
Keine Zwischennutzlösung in Sicht
Wir wissen nicht, ob wir für die Umbaupause, in der wir 2-3 Jahre keine Bleibe im K4 / Künstlerhaus hätten, abgesichert wären. Ehrenamtliche Veranstaltungskollektive zerfallen leicht, wenn sie ein paar Jahre zur Untätigkeit gezwungen sind. Außerdem ist unsere Kulturarbeit nicht einfach so verzichtbar. Wir brauchen einen Ausweichraum – mit dem Kaya e.V. zusammen – den wir als Zwischennutzlösung für Veranstaltungen nutzen können. Und zwar samt Gastronomie, denn das ist ein essentieller Teil der Finanzierung unserer Veranstaltungen. Wir sind keine kleine Konzertgruppe, die nur ab und zu in ihrer Freizeit Konzerte veranstaltet, sondern haben über 100 Veranstaltungen pro Jahr, die von Konzerten über Club Nights bis hin zu kulturpolitischen Vorträgen und Lesungen reichen. Darüber hinaus machen wir die Gastronomie nicht nur bei unseren eigenen Veranstaltungen, sondern tragen auch die Festsaal-Gastronomie und stecken viel laufende Arbeit in die Instandhaltung oder Sauberhaltung unserer ganzen Räume. Bei uns wird zwar ein Großteil der Arbeit ehrenamtlich geleistet, aber es hängen auch einige Gastrojobs und eine Orga-Halbtagsstelle dran, sprich: Es geht hier auch um die Existenzen von Menschen, die gesichert werden müssten. Dementsprechend ist auch das Bedürfnis nach einer Zwischennutzlösung eine unserer größten Sorgen bei diesen Umbauplänen. Gerade weil wir wissen, dass andere Gruppen in einer ähnlichen Situation von der Stadt völlig hängengelassen wurden.
Finanzierung des neuen Kellerveranstaltungsbereichs angesichts der knappen Stadtkasse fragwürdig
Dazu kommen weitere Bedenken: Wir wissen um die knappe Stadtkasse. Erst vor kurzem war auf nordbayern.de von der schlechten finanziellen Lage der Stadt zu lesen, und das angesichts einiger Baupläne, die anstehen: von Renovierung des Opernhauses und der Meistersingerhalle bis zu maroden Brücken. Was, wenn sich, wie so oft, mittendrin der Umbau unseres Künstlerhauses als teurer als geplant entpuppt, und dann genau bei der Unterkellerung oder bei der Innenausstattung unserer neuen Räumlichkeiten gespart werden soll? Oder sie einfach komplett mit dem Hinweis darauf gekickt werden, dass von der Stadt ja gerade erst für den Z-Bau schon so viel Geld für diese Sorte Kultur ausgegeben worden sei (auch wenn uns damals versprochen wurde, dass er keine Konkurrenz zu bestehenden Kulturveranstaltungen darstellen würde)? Wir haben bislang keinerlei Sicherheiten, die uns unsere Zukunft im Haus tatsächlich garantieren. Nichts. Nur schöne Worte.
Außerdem:
– Wir wissen noch nicht, wieviel Mitspracherecht wir bei der Planung tatsächlich bekommen.
– Wir wissen nicht, ob am Ende an der technischen Ausstattung und der Inneneinrichtung und Lüftung gespart wird und wir am Ende in Räumlichkeiten, die keinerlei Atmosphäre haben im 2. Untergeschoss abgeschottet sitzen.
– Wir wissen nicht, wo überhaupt unser Eingang sein wird, also: Ob er die Verdrängung in den Keller durch Sichtbarkeit auf die Straße hinaus wettmachen kann. Wie direkt und barrierefrei er sein wird, und ob er weiterhin einen leicht zugänglichen Außenbereich für die rauchenden Gäste bietet.
– Wir wissen nicht, wie unsere finanzielle und rechtliche Sicherheit aussehen wird – Pacht, Nebenkosten, Ausschankrecht, usw.
Kulturvision des Vorentwurfs: kulturelle Gentrifizierung des Künstlerhauses?
Neben unseren ganzen praktischen Sorgen, ist der für uns wichtigste Punkt die Kulturvision, die sich in dem Vorentwurf zum Umbau darstellt: Wohin soll es gehen? Die Vision des Erdgeschosses, von der hier geträumt wird, scheint uns aus einer kulturellen Befriedung zu bestehen, in der auf dem Weg von Kulturhaus bis Kunsthalle keine störende junge, selbstgestaltete Alternativkultur mehr zu finden ist, sondern alles einem bürgerlichen Publikum zurechtgestriegelt werden soll. Die Subkultur wird hier aus dem öffentlich präsentem Herzen des Hauses vertrieben. Soll hier die gewachsene Vielfalt endgültig einer sowieso schon zunehmenden Gentrifizierung des Hauses unter dem Banner des Pragmatismus geopfert werden? Und mit Vielfalt meinen wir nicht nur die Sparten von Kultur, die hier Raum gefunden haben, von Handwerk bis Film, von Musik bis Theater, nein, auch die Vielfalt der Organisationsweisen und Verständnisse von Kultur machen das K4 / Künstlerhaus bis heute trotz aller Befriedungsschritte so besonders. Ja, es mag praktischer sein, wenn wir in den Keller weichen würden, und ja, es mag in jedem neugebautem Kulturzentrum ein Foyer geben, also eine Fläche auf der Kultur repräsentiert, geleitet wird, statt Fläche auf der Kultur stattfindet, die entdeckt werden will. Einem gewachsenen Haus wird damit eine Idee übergestülpt, die beim Neubau eines Kulturzentrums sicher Sinn macht, aber einem über viele Jahrzehnte gewachsenen Kulturhaus wird damit die lebendige Struktur weggebügelt. Statt Interaktionen zwischen verschiedensten Gästen und Bereichen des Hauses zu begrüßen und zu stärken werden sie weggeplant.
Auslagerung der jungen Sub- und Popkultur aus dem Herzen des Hauses?
Das Erdgeschoss wäre dann in Zukunft geprägt von Foyer und Tourismus-Info, von Kunsthaus und Kunsthalle, von Biergarten und Burgerrestaurant, und der Seniorenarbeit im Hinterzimmer. Das sind die Sachen, die allen, die das Haus betreten, repräsentativ ins Auge fallen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch der kunterbunte Plakat- und Flyerbereich abgeschafft wird, der jetzt den Erdgeschossgang prägt wie eine pulsierende Landkarte durch das Sub/Pop-Kulturleben der Stadt. Diese Plakatierflächen im Erdgeschoss sind keine Nebensache. Sie haben eine vernetzende Wirkung und ihre Position so zentral in einer Stadt, die freie Plakatflächen und damit die komplette lebendige low-budget/non-profit Kultur immer unsichtbarer macht und verdrängt, sollte nicht unterschätzt werden. Es muss uns hier auch um Präsenz gehen, nicht nur um den bequemsten Weg. Deswegen können und wollen wir – bei allem Reiz eines komplett neuen auf uns zugeschnittenen Veranstaltungsbereichs, in dem wir vielleicht auch endlich unsere Ruhe vor den immer wiederkehrenden Kämpfen um unseren Verbleib im Künstlerhaus finden könnten – das Zentralcafé und dessen prägenden sichtbaren Einfluss auf diese Ecke des Erdgeschosses nicht kampflos aufgeben.
Wir haben über die Jahre unglaublich viel Arbeit, ideelle und praktische, und auch Geld (Tresen, Sound- und Lichttechnik z.B. wurde von uns ehrenamtlichen freien Gruppen selbst finanziert) in das Zentralcafé gesteckt, um daraus einen soziokulturellen Ort zu machen, der immer wieder neu die Grenzen von DIY Kultur, nachhaltigen Kollektivstrukturen, ehrenamtlicher Arbeit auslotet, der kulturell von nostalgischem Punk und Northern Soul über neueste Genres elektronischer Musik reicht, von Hiphop bis Techno, von Kultur, die einfach Spaß macht und Community stiftet, bis hin zu Kultur die mit Extremen und Grenzen spielt, die kritisch ist – ein kreativer Hotspot, an dem sich die verschiedensten Gäste zusammenfinden. Wir haben nicht nur einen geographischen Ort, das Venue ‚Zentralcafé‘ mitgestaltet, sondern auch einen sozialen und kulturellen Ort geprägt, an dem wir uns selbst und andere auch immer wieder kritisch hinterfragen, sich Menschen kreativ ausprobieren, wir haben Safe Space und P.C. Diskussionen etabliert, uns für ein bisschen mehr Gleichberechtigung im Nachtleben engagiert. Von Musikverein und Kaya e.V. wurde das Zentralcafé über die letzten Jahrzehnte zu einem kulturellen Ort gemacht, der weit über die Grenzen von Nürnberg hinaus geschätzt wird, und der sich nicht ohne Verluste verpflanzen lässt.
Es geht uns wohlgemerkt trotzdem nicht um ein konservatives Platzhirschverhalten, es geht nicht um Nostalgie, es geht auch nicht um Angst vor Veränderungen, nein: Wir verändern uns ja dauernd, mit jedem neuen Mitglied, mit jedem, das uns verlässt. Es geht darum, dass in diesem Vorentwurf das Erdgeschoss schlicht komplett gentrifiziert werden soll, ihm jegliche Ecken und Kanten genommen werden. Es wird glattgebügelt für ein gutbetuchtes Publikum, für ein Bildungsbürgertum, für Eventtourismus, für Kultur von oben und Konsumkultur. Unsere Sorte Kultur – (diese offene Mischung aus Popkultur, Subkultur, Alternativkultur, kritischer Kultur, DIY Kultur, do-it-together Kultur, Jugendkultur, non-profit Kultur, experimenteller Kultur, Kultur von unten) – wird zwar weiterhin wertgeschätzt, aber soll dorthin ausgelagert werden, wo sie nicht gleich ins Auge sticht, wo sie nicht von allen wahrgenommen wird, die mal neugierig ins Haus hineinschnuppern. Unser Eindruck ist, dass wir von dort verdrängt werden sollen, wo unsere Art Kultur die Möglichkeit hat, das Haus mit zu prägen und Reibung zu erzeugen – wo sie auch mal stört und unbequem ist. Wir denken aber, dass genau diese Reibung, die auch für uns selbst durchaus immer wieder mal unbequem ist, als Qualität begriffen werden sollte, wenn es um Kultur geht: Reibung schlägt Funken, aus denen Unerwartetes entstehen kann.
Wir wollen weiterhin AUCH selbstgestaltete Sub- und Popkultur im Herzen des Hauses
Wir wollen nicht, dass nur noch das Publikum, das uns eh schon kennt, seinen Weg zu uns in den neuen Keller finden wird. Wir wollen nicht, dass das zentrale Erdgeschoss nur noch für eine ältere ruhige Kultur, für Kunstausstellungen und Konsum in einem Burgerrestaurant, das sich der Großteil des jetzigen Zentralcafé-Publikums nicht mal leisten könnte, und in einen Biergarten mit Blues-Coverbands und Public-Fußball-Viewing steht. Betonung auf „nicht NUR noch“. Wir wollen lediglich, dass die selbstgestaltete Kultur AUCH weiterhin ein genauso präsenter Teil des Hauses bleibt wie Blues&Fußball-Biergarten und Burgerrestaurant. Wir wollen, dass man weiterhin in diesem so stadtzentralen Haus AUCH in unsere Sorte Kultur hineinstolpern kann, wenn man das Haus zufällig betritt. Dass sie AUCH weiterhin ins Auge sticht, präsent ist, niederschwellig erreichbar bleibt. Bei allem Verständnis für Effizienz, uns muss es bei der Diskussion um eine Neugestaltung des Künstlerhauses auch um den Erhalt der Vielfalt und die Präsenz der selbstgestalteten Kultur des Künstlerhauses gehen – und zwar im Herzen und nicht nur unterirdisch versteckt und ausgelagert. Das zu ermöglichen, ist das kulturelle Statement, das wir uns vom Haus wünschen, mehr noch als das zweckmäßige Statement, das der Kellerraum bedeutet.
Wir müssen uns derzeit skeptisch gegen die Umbaupläne stellen
Deswegen müssen wir uns bei unserem derzeitigen Wissens- und Diskussionsstand skeptisch gegen den Vorentwurf stellen und dagegen, die Zentralcafé-Veranstaltungen und die Sichtbarkeit von Alternativkultur im Erdgeschoss des Künstlerhauses überhaupt aufzugeben. Wir sehen nicht genug Sicherheit für unsere Zukunft, nicht genug Vielfalt und Offenheit in der kulturellen Vision des Vorentwurfs, nicht genug Vorteile für das Künstlerhauskonzept, und damit nicht genug Grund für einen so teuren Umbauplan. Es gäbe vielleicht Möglichkeiten, die Präsenz unserer selbstgestalteten jungen Sub- und Popkultur trotz Verlagerung in einen Kellerbereich im Erdgeschoss und sichtbar auf die Straße hinaus zu zeigen – aber dafür sehen wir bis jetzt keinerlei Entgegenkommen von seiten des Planungsausschusses.
Wir sind aber natürlich gesprächsoffen und sind gespannt, wie die Diskussionen weiter verlaufen werden, die ersten Termine für Gespräche gibt es bereits. Wir werden auch eine öffentliche Podiumsdiskussion dazu organisieren – dafür ist der 29. September anvisiert. Wir werden versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten, weil wir euch eben nicht nur als Konsument*innen von Kultur sehen, sondern es bei uns um die Mitgestaltung von kulturellem Leben unserer Stadt geht. Und genug Musikvereinsgäste sind irgendwann selbst beim Musikverein gelandet, oder haben mit uns in Kooperation etwas veranstaltet, und wir sind sicher, dass auch viele von euch bereichernde Gedanken zu dieser Diskussion haben.
Mit skeptischen Grüßen,
euer musikverein

Liveclip von DREAM KOALA im Zentralcafé und Lesetipps zum Comeback des Vinyls und zum Ende des Loudness War

Wer noch mal kurz in Erinnerungen an das DREAM KOALA Konzert im Dezember im Zentralcafé schwelgen möchte: Hier ein kleiner Liveclip.

Vinyl’s difficult comeback

Der Musiktonträger in seiner nostalgischsten Form, Vinyl, erfuhr letztes Jahr in den USA eine 40%ige und in UK sogar eine 50%ige Steigerung der Nachfrage. John Harris nahm dies zum Anlass, mal für den Guardian bei Optimal vorbeizuschauen und er erzählt davon, was für ein Risiko es für das Presswerk war, sich in einer Zeit, in der die dafür nötigen Maschinen nicht mehr hergestellt werden und es immer schwieriger wird, an Ersatzteile zu kommen, trotzdem auf Vinyl zu setzen. Außerdem führte er ein Gespräch über die Faszination dieses Lieblingsmedium mit Colleen Murphy (Cosmo, Bitches Brew), einer langjährigen Freundin Mancusos, die seine soundverliebten Loft-Parties nach London brachte.

Then as now, many of its staff – from those who pressed and packed the records to its senior management – were former East German nationals, with vivid memories of life under communism. For them, the advent of the CD had coincided with the last phase of the cold war, so that those little silver discs became a byword for western aspiration, and the kind of technological progress the eastern bloc could not get near (in the GDR, Peter Runge told me, the authorities had approved the release of just three CDs, all of which were produced in the former Czechoslovakia).

 

“The other thing with vinyl is, you have to interact with it. You have to engage,” Murphy continued. “You’ve got to flip it. A CD, you can stick in, and walk away, and it turns itself off. But you have to be with a record, sitting in the room. You can’t, like, make dinner. It forces you to listen.”

 

On the “Loudness War” In Music & What It Tells Us About “Loud Voices” On Social Media

Dieser Text von Robin James ist ein wenig nerdiger zu lesen, aber ist ein großartiger Read, der zeigt, wie sich manche Phänomene auf ganz verschiedenen Ebenen der Gesellschaft äußern. Der freie Raum, der Luft zum Atmen lässt, zeigt sich zum Beispiel sowohl in Freizeitbeschäftigungen wie Yoga und Wellness, um zur Ruhe zu kommen, für die, die es sich leisten können, wie es sich auch in der Musik zeigt, die weg geht von den Loudness Wars der Nuller Jahre, in auf Musik so viel Kompressor wie nur möglich gepackt wurde. Aber lest selbst.

Dynamic compression and range isn’t just about music, or hearing, or audio engineering. The aesthetic and technical issues in the compression-vs-range debate are local manifestations of broader values, ideals, and norms. The era of YOLO is over. Dynamic range, or the ability to responsively attune oneself to variable conditions and express a spectrum of intensity is generally thought to be more “healthy” than full-throttle maximalization–this is why there are things like “digital detox” practices and rhetoric about “work/life balance” and so on.

Aufruf zum Protest gegen PEGIDA in Nürnberg und Michael Weiß zur „Sarrazinisierung des Pop-Diskurses“

Unter dem Titel „Die Sarrazinisierung des Pop-Diskurses“ hat Regensburg Digital den Vortrag von Michael Weiß über Rechte Lebenswelten in Deutschrock, Punk, Oi! und Hardcore zusammengefasst, der auch schon bei uns zu Gast war. Lesetipp!

Zu den Bewertungskriterien im Rahmen des Konzepts der rechten Lebenswelten rechnet Weiss unter anderem:

– Ungleichheitsideologien unterschiedlicher Art,

– die Reduktion bzw. Privatisierung des Politischen („Wir sind unpolitisch.“),

– die Naturalisierung bzw. Biologisierung des Sozialen („Männer können nichts für ihr Verhalten; das ist das Testosteron.“),

– ein bizarres Verständnis von Meinungsfreiheit durch das Kritik an der eigenen Meinung als Meinungsverbot und Repression ausgelegt wird,
gleichzeitiger Größen- und Verfolgungswahn („Wir sind eine starke und verschworene Gemeinschaft und zugleich arme, unterdrückte Opfer des linken Mainstreams.“),

– die Ablehnung von political correctness, „Gutmenschen“ und „Tugendterror“,
Inszenierungen von Männlichkeit, Rebellentum, Ehre und Stolz.

Vieles von diesem Denken findet sich auch bei den PEGIDA-Demonstrierenden, gegen die Nürnberg im Januar an zwei Terminen auf die Straße gehen wird:

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Aufruf zum Protest gegen PEGIDA in Nürnberg

Unter dem Motto „Alle gegen Rassismus und soziale Spaltung – Internationale Solidarität statt Pegida!“ wird es am 12.1. eine Kundgebung und am 19.1. eine Demonstration geben, beides am Kornmarkt, beides um 17:30 Uhr, beides unterstützen wir voll und ganz!

Seit November 2014 demonstrieren in Dresden und anderen deutschen Städten unter dem Schlagwort PEGIDA (Patriotische Europäer Gegen die Islamisierung des Abendlandes) mehrere tausend Rassist_innen und verbreiten anti-muslimische Hetze. Zeitgleich brennen die ersten geplanten Asylunterkünfte, wie erst Mitte Dezember in Erlangen und Vorra (Nürnberger Land). Während CDU- und CSU- Politiker_innen behaupten, sich von den Zielen des rechten Mobs zu distanzieren, möchten sie die „Sorgen der Bürger“ ernst nehmen. In Sachsen nimmt die CDU-Führung den Spielball jetzt schon bereitwillig auf und kündigt eine Untersuchung der Asyl- und Zuwanderungspolitik an. Die bayerische CSU plant, „strengere Regeln für Asylbewerber“ anzuwenden. In der populären Anti-Pegida-Stimmung dürfen solche weiteren Verschärfungen des Asylrechts nicht unkommentiert bleiben!
Wer gegen Pegida ist, muss auch den Rassismus von Politik, Staat und gesellschaftlicher Mitte bekämpfen.Wir planen, bevor sich Pegida oder andere auch in Nürnberg breit machen, diesen rassistischen Spaltungsversuchen unsere internationale Solidarität entgegen zu setzen und rufen alle AntirassistInnen und AntifaschistInnen dazu auf für unser Aller Interessen auf die Straße zu gehen. Erteilen wir ihnen eine klare Ansage: wir lassen uns nicht aufeinander hetzen! Wir lassen uns nicht vormachen, dass der Verteilungskampf zwischen Frau Müller und Herrn Said ausgetragen wird. Zeigen wir, dass wir nicht auf die plumpen Spaltungsversuche hereinfallen. Kämpfen wir für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Ausbeutung und Unterdrückung. Kämpfen wir für die Soziale Revolution!

PEGIDAwatch

Wer zu diesem Thema am Laufenden bleiben will, der oder dem sei PEGIDAwatch empfohlen, die auf Facebook und Twitter aktuelle Entwicklungen, einen Pressespiegel und Termine für Proteste und Gegenproteste zusammentragen.

Schallplattenauktionserlös und neue Shows: Pretty Hurts mit Retox, The Halls mit Dope Body

Schallplattenauktion Schallplattenauktion_web

Bei unserer diesjährigen Schallplattenauktion kamen gestern runde 500 Euro als Spende für den Bayerischen Flüchtlingsrat zusammen! Den Höchstpreis erzielte eine Bob Marley Scheibe mit 31 Euro, gefolgt von 30 Euro für OMD. Danke allen Gästen für ihre Großzügigkeit und danke an das Auktionsteam Frau von Landadel, Herr Black und Tobi Lindemann für einen wunderbaren Abend!

Ein paar neue Bands haben wir für euch auch wieder angeheuert:

Am 4.2.15:
DOPE BODY
Trap Rock. Psycho-Noise Rock. Sludge Punk, der die Grenzen zwischen Lightning Bolt, The Jesus Lizard, MC5 und Fugazi aufsprengt.
THE HALLS
Noise Punkrock aus Nürnberg/Bamberg

Am 23.4.15:
RETOX
Hardcore vom Feinsten mit der aktuellen Band von Justin Pearson (The Locus, Swing Kids, u.a.)
PRETTY HURTS
Wave-Emop-Punk aus Berlin, Richtung Die!Die!Die!, Kurt und Rites of Spring

Fair Pay von Bands und der Wert von Musik

Jes Skolnik (selbst DIY Musikerin bei Little Feet, schreibt u.a. auch für Rookiemag) reißt auf Pitchfork unter dem Titel „Do they owe us a living“ das Thema Lebensunterhalt von Musiker_innen und Wert von Musik an. Sie ruft dazu auf, sich mehr Gedanken darüber zu machen wie Fair Pay aussehen könnte, z.B. mit Mindestlohn für einen Auftritt und Zertifizierung von Clubs, die fair zahlen.

Ein schwieriges Thema, auch für uns, und stets eine Grätsche. Ein paar Gedankenfetzen dazu:

Wir wollen die Eintrittspreise möglichst niedrig halten, damit eine grundsätzliche Zugänglichkeit zu Konzertkultur erhalten bleibt, egal wieviel die Leute verdienen. Aber wir wollen keine Dumpingpreise machen, die bei den Gästen ein falsches Bild erwecken, was an Kosten für ein Konzert anfällt und vielleicht sogar zu einer Geringschätzung von Musik/Musiker_innen beitragen kann.

Alle Kosten die an einem Konzert hängen, sind über die Jahre gestiegen, sowohl für uns als auch für die Bands, aber: auch die Gäste haben oft mit dem Ungleichgewicht davon zu kämpfen, dass alles teurer wird, aber ihr Lohn nicht oder nicht in diesem Maße steigt. Wenn sie überhaupt einen Job haben.

Disclosure: Wir zahlen bei so gut wie jeder Show drauf. Der musikverein bekommt zwar einen kleinen Zuschuss von der Stadt (dem K4/Künstlerhaus), aber wir zahlen in Form von Pacht und Nebenkosten wesentlich mehr ans K4/Künstlerhaus zurück, als wir an Zuschuss bekommen (das letzte Mal, als wir nachgerechnet haben warens 10.000 Euro im Jahr mehr, die wir dem Haus zahlen als wir Zuschuss bekommen). Die Draufzahler finanzieren wir durch unsere Parties und Getränkeeinnahmen quer. Lokale DJs nehmen keinen Cent dafür bekommen/nehmen, dass sie auflegen und sich um die gesamte Organisation kümmern, von Poster bis Deko etc.
Wo verläuft die Grenze zwischen DIY und Selbstausbeutung? Szeneerhaltung vs Selbsterhaltung?

Wenn trotz Werbung und fairen Eintrittspreisen nur 20 Leute auf eine Show kommen – was ist dann „fair“ als Gage für die Band?

Neue Konzerte, Crowdfunding für GEMA-Alternative, Self-Publisher aufgepasst: Steueränderung bei Digital Downloads, Lesetipp zur (No) Future der Kunst

Neue Konzerte:

EMPLOYED TO SERVE

Am 20.1.15:
EMPLOYED TO SERVE
London-based Post-Hardcore / Power-Violence / Grindcore (Holy Roar)
RENOUNCED
Auf der guten Seite des Metalcore (London, UK / Carry The Weight)

Am 23.3.15:
GURR
Garage / Punk / Surf aus Berlin

Am 4.4.15:
SCOTT MATTHEW
Der charismatische Songwriter aus Brooklyn kehrt mit neuem Album zurück!

Vorverkäufe haben wir derzeit für EARTH, SCOTT MATTHEW und DESSA laufen! Deckt euch ein.

Sonstnochso:

Bis zum 31.1.15 läuft ein für Musiker_innen und Veranstalter_innen usw. spannendes Crowdfunding: Eine GEMA Alternative soll entstehen und das mit Hand und Fuß. Lest selbst.

Ab dem 1.1.15 ändert sich was im Steuerrecht für digitale Downloads: es wird der Steuersatz des Landes berechnet, in dem der oder die Käufer_in sitzt, und nicht wie bisher der des/der Verkäufer_in. Das erschwert das Leben der Self-Publisher. FactMag haben das für Bandcamp Relevante zusammengefasst. Musiker_innen, die dort veröffentlichen, können aufatmen: Bandcamp hat in einem Update bestätigt, dass es sich drum kümmern wird, so dass die Abläufe nach wie vor möglichst easy für alle sind. Bless Bandcamp! Ein bisschen genauer aufgeschlüsselt wird die ganze Problematik in einem Posting von Literaturcafe über die Folgen für self-publishing Autor_innen. Lesenswert.

Ein empfehlenswerter Longread über die Veränderung unseres Verständnisses von „Kunst“ kommt von William Deresiewicz (The Atlantic). Er beschreibt die Veränderung vom Kunsthandwerk über das Künstlergenie bis hin zur/m professionalisierten Künstler_in und dem heute immer präsenteren kreativen Unternehmen, creative entrepeneurship, das mit der Demokratisierung des Geschmacks durch das Internet möglich wurde. Wird sich Kunst an sich dadurch selbst abschaffen und was bleibt ist von Erlebniskultur dominiertes Entertainment? Ich könnte den halben Artikel zitieren, denn er bringt einige interessante Punkte auf den Tisch, auch wenn er mir in vielem zu kulturpessimistisch ist. Aber lest lieber selbst: The Death of the Artist— and the Birth of the Creative Entrepreneur

yours truly,

eve massacre

MV Statistix 2013 Teil 4 – Gender Gap

Unseren Ruf als P.C. Abteilung der Nürnberger Konzertszene gnadenlos aufs Spiel setzend, haben wir mal durchgezählt, wieviele Künstler und Künstlerinnen 2013 bei uns gespielt haben. Wir haben dabei jedes einzelne Bandmitglied gezählt, und bei jeder Club Night / Party das komplette DJ Team (also auch die lokalen DJs für jeden einzelnen Abend, an dem sie bei uns aufgelegt haben), um wirklich mal einen Überblick zu haben, wieviel Männer und Frauen bei uns so auf der Bühne stehen.

Das Ergebnis 2013? Vernichtend. Seht selbst:

MV-2013-Statistix---Geschlechterhverhältnis

Insgesamt 86.1% Männer, 13.9% Frauen. Bei den Bands waren es  36 Frauen und 252 Männer, so dass es hier mit 87.5% vs 12.5% auf den ersten Blick schlechter aussieht als bei den Parties. Dort waren es 24 Frauen und 121 Männer, d.h. 83.4% Männer bei 16.6% Frauen. Allerdings liegt die bessere Quote bei den Parties in erster Linie an eve massacre und ihren Partyreihen, bei denen vergleichsweise viele Künstlerinnen zu Gast sind. Wenn ihre Partyreihen, Orchid und Sissy Bass, sowie all ihre DJ Sets abgezogen werden, bleibt ein vernichtendes Ergebnis von 95.1% männlichen DJs und 4.9% weiblichen.

Und damit stehen wir im Vergleich zu anderen Veranstalter_innen in Nürnberg wahrscheinlich noch relativ gut da. Wir brauchen uns da auch nichts vormachen: Es liegt an uns und nicht daran, dass es nicht genug Künstlerinnen und weibliche DJs gäbe. Es liegt an verkrusteten Strukturen, die sich nicht einfach von selbst auflösen. Männerseilschaften dominieren die Musikszenen mit ihrer Art zu definieren, was „gut“ ist und wer dazugehört und wer nicht, egal ob es um das Zusammenfinden von DJ Teams oder Bands geht, oder um das Booking von Musik oder Vorträgen, und auch beim Schreiben über und beim Veröffentlichen von Musik ist es nicht anders. Dabei ist es auch egal, ob DIY oder professionell, ob lokal oder international, Subkultur oder kommerziell. Vieles kommt auch beim nächtlichen Quatschen an der Theke zustande, und gerade da eben oft von Mann zu Mann. Mit dieser gewissen Kumpelhaftigkeit von Männern unter sich und von Frauen, die sich dem angepasst haben, will vielleicht niemand bewusst Frauen ausgrenzen, aber das entschuldigt nichts. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir mit jeder einzelnen Entscheidung den Status Quo mit zementieren: Wen wir in unseren Bookingroster mitaufnehmen, für wen wir ein Konzert veranstalten, wen wir in unsere Band oder unser DJ Team aufnehmen, oder in unsere Konzertgruppe, wem wir den Promoterjob in unserem Laden geben, wessen Songs wir auflegen, wessen Album oder Konzert wir besprechen.

Nun, es kann doch echt nicht angehen, dass in einer Zeit, in der es Dinge wie Hoverboards und Social Freezing und sogar Soylent gibt, wir auf sozialer Ebene noch immer so hinterherhinken, dass wir keine basic Gleichberechtigung auf die Reihe kriegen. Und da ist es nicht getan mit kleinen Abspeisungen wie von Männern veranstalteten „female“-Irgendwas-Events, die so ein bisschen einen Charity-Touch haben, und für die es auch extra Fördertöpfe gibt, und mit denen man sich dann mal kurz ganz tolle wohltätig fühlen kann, weil er Frauen fördert. Solche Events sind keine Lösung, weil sie etwas als Ausnahme kennzeichnen anstatt wirklich langfristig etwas Platz und Macht abzutreten. Wenn ihr dazu nicht bereit seid, seid ihr Teil des Problems.

Nein, es muss schon in unsere Köpfe reinwachsen, in den Alltag, in alle Teile und Positionen der Szene, von Promoter bis Songauswahl, und das Ziel muss sein, dass wir uns blöd und peinlich berührt fühlen, wenn das Programm wieder mal nicht ausgewogen ist. Im Moment ist es ja leider eher überwiegend so, dass sich die blöd und peinlich fühlen, die das Thema ansprechen. Wir müssen es schaffen, das umzukehren.

Und das Argument, es gäbe keine interessanten Bands oder DJs und es wäre doch blöd, nur nach Geschlecht zu booken, zählt nicht, wenn ihr tatsächlich für Gleichberechtigung seid. Es gibt mehr als genug interessante Künstlerinnen, nur bekommen diese wegen der oben erwähnten Boy Clubs und derer Kriterien, die sich durch so gut wie alle Teile der Musikszenen ziehen, meist weniger Publicity und sind deswegen schwerer zu finden. Aber hey, ja, wenn wir wirklich eine Veränderung wollen, kostet das eben auch etwas Anstrengung. Und es gehört auch dazu, sich zu trauen, es sich auch mal mit (anderen) Männern in der Musikszene zu verderben, die dem im Weg stehen und so tun, als seien die Verhältnisse gottgegeben, nur weil sie nicht bereit sind, aktiv dafür einzutreten, dass mehr Frauen ihren Platz finden. Von selbst wird die Veränderung nicht kommen, das kann nach so vielen Jahren unveränderter Verhältnisse wohl als gegeben angenommen werden.

Schlau daherreden ist eins, aber was tun? Wir als musikverein haben uns als Vorsatz ausgedacht: Wir geben uns 2015  mehr Mühe, aktiv nach spannenden Künstlerinnen zu suchen, statt wie gewohnt hauptsächlich auf Bookinganfragen zu reagieren. Denn daraus hat sich bislang nur immer wieder eine Reproduktion der bestehenden Geschlechterverhältnisse im Konzertprogramm ergeben – soviel lässt sich aus Erfahrung und auch durch den Blick auf andere Konzertveranstalter_innen und DJ-Teams sagen. Statt weiterhin immer nur relativ spontan zu buchen, was uns von den Acts begeistert, die uns durch unsere Bookingkontakte unter die Finger kommen, wollen wir unser Programm im Auge behalten: Wir werden 2015 bei jeder einzelnen Veranstaltung durchzählen, wieviele Künstlerinnen und wieviele Künstler auf der Bühne stehen und uns das bei jeder Sitzung gegenseitig unter die Nase reiben Und: wir setzen uns natürlich auch ein bisserl extra Druck aus, indem wir das hier für euch transparent machen. Wir haben uns nicht für eine Quotenregelung entschieden, weil wir nichts erzwingen wollen, sondern erst mal gucken wollen, wie weit wir mit diesem Ansatz kommen. Aber grundsätzlich ablehnen tun wir die Idee einer Quote auch nicht. Wäre dann vielleicht der nächste Schritt, wenn es so nicht gerechter wird.

Wir würden uns freuen, wenn sich andere Veranstaltungsgruppen oder einzelne Veranstalter_innen hierdurch anstecken lassen würden, selbst auch Transparenz als wichtigen ersten Schritt zu sehen, und sie ihr Programm mal ebenso nach Geschlechtern durchleuchten und die Ergebnisse publik machen würden.

Ach, und zum Schluss noch der Blick auf uns selbst, das darf nicht fehlen: Der Musikverein besteht zur Zeit aus fünf Frauen und elf Männern. Das ist mit das ausgewogendste Geschlechterverhältnis seit es den MV gibt, aber als toll empfinden wir das immer noch nicht, deswegen auch mal wieder der Aufruf, explizit an Frauen: wenn ihr Lust habt, bei uns mitzumachen, meldet euch (info@musikverein-concerts.de).

Es ist keinerlei Vorwissen von Bedarf, nur ein Interesse an Musik (ihr kennt ja wahrscheinlich unser Programm so in etwa, wenn ihr das lest), Lust auf gemeinsames Konzerte/Parties/Lesungen/sonstwas-Veranstalten in einer basisdemokratischen Gruppe. Bei uns fallen immer eine riesige Bandbreite an Tätigkeiten an, nicht nur das Booken und Betreuen von Künstler_innen, sondern z.B. auch Flyerlayouten und -verteilen, Kochen, Theke machen, Putzen, Deko basteln, Website am Laufen halten, Infos über Bands schreiben und noch tausend Dinge mehr, die – (zum großen Teil😉 ) – ziemlich Spaß machen. Ach ja: Montagabends müsstet ihr Zeit haben, denn da treffen wir uns allwöchentlich. Ihr könnt das auch gerne weitersagen!

herzlichst,

eve massacre für den mv

MV Statistix 2013 Teil 3 und Leseempfehlungen

Hier der dritte und vorletzte Teil unserer Statistiken. Er dreht sich darum, wo die Bands und Solo Live Acts herkommen, die 2013 bei uns gespielt haben.

MV-2013-Statistix---Geographisch

( ^ _ ^)∠☆ !

3 Lesetipps hab ich auch noch:

 

 

MV STATISTIX 2013 Teil 2

Hier kommt der zweite Teil unserer Infographiken. Diesmal gehts darum

– was wir 2013 alles für Parties gemacht haben und wieviele Ausgaben es von jeder gab.

– wieviele der Bands und Solokünstler_innen, die wir 2013 veranstaltet haben (bzw. ihre Bookingagenturen) von uns auf fest ausgemachte Gagen bestanden und mit wievielen wir das auf Vertrauen am Konzertabend selber entschieden haben, je nachdem, wieviel Gäste da waren. Und wieviele auf einem Vertrag bestanden haben.

– und wer von uns wieviele Acts gebucht hat (wobei evi massacre nur deswegen mit Abstand am meisten gebucht hat, weil sie unsere Hauptamtliche ist und dank der Halbtagsstelle dafür mehr Zeit hat.)

MV-2013-Statistix---Diverse

MV Statistix 2013

Wir treffen uns immer ein mal im Jahr zu einer Klausur, an der wir besprechen, wie alles so läuft und was wir ändern wollen. Zu diesem Anlass hat eve massacre heuer mal vier Infografiken zum Jahr 2013 gebastelt, damit wir ein bisschen mehr Übersicht über ein paar Dinge haben, die vielleicht interessant sein könnten. Und wo wir die schon mal haben, dachten wir uns: warum nicht mit euch teilen.

Auf dieser hier seht ihr Übersichten, die danach aufgeschlüsselt sind, was wir

– für verschiedene Veranstaltungsarten hatten

– was für Veranstaltungen wir alleine machen, und wieviele wir in Zusammenarbeit mit anderen machen (z.B. Party mit lokalem DJ Team, andere DIY Veranstaltungsgruppe, Lesungsreihe einer Politgruppe, Radio Z, aber auch manchmal lokale Bands, die sich selbst mit um ihre Show kümmern)

und die Kooperationen gibts dann noch getrennt nach Konzert und Party genauer aufgeschlüsselt.

Morgen gibts die nächste Statistix.

MV-2013-Statistix---Veranstaltungsart