PTTRNS + Fusel

Dienstag, 10.04.2018 – Einlass 20:30, Beginn 21:00 🎸

PTTRNS

Kühle Synthies, flirrende Gitarren, hypnotisch treibende Rhythmen, schimmernde Vocals (Köln)
FUSEL
Post-Punk mit ein paar Schuss Shoegaze und Noise


Zentralcafé
Eintritt: Abendkasse: Zahl was du kannst zwischen 10-12€, Vorverkauf 10€ zzgl. Gebühr (VVK-Link)
Vormerken und Freund*innen einladen: facebook
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PTTRNS – »Material und Geschichte« Release Tour
Präsentiert von Jungle World, ByteFM, DIFFUS Magazin, Testcard & MusikBlog

»Der Zweck der Revolution«, so wurde festgestellt, »ist die Abschaffung der Angst.« Jede Zuversicht für die Zukunft muss dabei unter den Bedingungen einer Vergangenheit verstanden werden, die auf zukünftige Möglichkeiten und Zweifel einwirkt, künftige Handlungsräume anzeigt und sich in jedes künftige Handeln als dessen Zeitlichkeit einträgt. Welche Möglichkeiten bietet Popmusik mit ihrer berüchtigten Vergangenheitsbesessenheit für den Entwurf künftiger Gemeinschaften? Wie kann Pop, ganz allgemein, helfen, darüber nachzudenken? Mit anderen Worten: Was sind die Domänen und Möglichkeiten »politischer« Kunst heute?

Diese Fragen, verstanden als Fragen nach der Zeit und Zeitlichkeit des Politischen, stehen im Zentrum von PTTRNS’ neuem Album »Material und Geschichte«, das mit Andreas Spechtl (u.a. Ja, Panik) in einem langen Berliner Sommer 2017 aufgenommen und produziert wurde. Und wie in den bisherigen Veröffentlichungen der Band sind diese konzeptuellen Erwägungen nicht von der musikalischen Form zu trennen: Über die Laufzeit von 47 Minuten legt das Album textlich und musikalisch einen Entwurf von Zukünftigkeit vor. Diese Zukünftigkeit nimmt in den acht Stücken auf »Material und Geschichte« drei Formen an.

Zunächst tritt sie auf als Zeit des Spiels – eine stets neue Gegenwart, die ununterscheidbar von der Zukunft wird. Diese Ereigniszeit ist geprägt von der Körperlichkeit, die insbesondere auf den letzten Veröffentlichungen der Gruppe eine prominente Rolle gespielt hat und ihren Ruf als herausragende Liveband ausmacht: die Jam-basierte, funky Dimension ihres Sounds. Zweitens wird Zeit als eine Zeit der Wiederholung eingeführt: eine exzessive Zeit, die selbst aus der Zukunft kommt und in ihrer Überschreitung der materialen Gegenwart diese in die Zukunft faltet. Diese Wiederholung, gleichermaßen mit Formbewußtsein und Expressivität realisiert, ruft eine musikalische Tradition auf, die auf den unglücklichen Namen »Krautrock« hört. Drittens als eine technologische Unzeit oder contretemps, wie ein Songtitel lautet: Als Zeit der produktiven Intervention bzw. des Dubs, der das Album auf seine freiesten Momente hin öffnet und, im Verweis auf das Material, die zeitliche Enthebung der Hörer_innen thematisiert, die zugleich immer auch eine Zeit des Handelns ist.

Textlich sprechen PTTRNS mit einer kollektiven Stimme. Anschließend an frühere Texte, die sich vor allem für die Möglichkeiten individueller Sinnproduktion interessierten, rahmt »Material und Geschichte« diese Momente als Beziehungsformen; als die Präsenzen einer zukünftigen Solidarität. Gespiegelt ist dies im Produktionskontext des Albums, das, wie üblich, eine kollektive Angelegenheit ist. Das Album versammelt mit Rabea Erradi (Die Heiterkeit, Sleep) am Saxofon, Sonja Deffner (Jason & Theodor, Die Heiterkeit) an Klarinette und Gesang sowie Andreas Spechtl an Gitarre und Gesang eine Reihe Kollaborateure, das Artwork stammt von den langjährigen Freunden Our Polite Society. Entstanden ist so ein Album freier Musik, das reifste und wichtigste Dokument einer immer auch zukünftigen Gemeinschaft.

 

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Auf dem Umzug eines Freundes im Sommer 2016 gründeten Maike, Juliane und Klauke ihre Bandformation Fusel. Wenige Proben auf 14 Quadratmetern später nahmen sie bereits ihr erstes Album „Motel Without Pool“ auf, waren damit in Provinz und Stadt, Club und Festival unterwegs, und aus Gießen wurde kurzzeitig Tinseltown.

Die leicht düstere nicht-so-große-Stadt-an-Autobahn-Atmosphäre oszilliert auch im dynamisch vorantreibenden Sound von Fusel, der – mit starker Lo-Fi-Attitude designt – an verschiedenste Stile des Pop denken lässt. So wird Fusel mal als Shoegaze-Noise-Trio bezeichnet, mal als Post-Punk-„Stuttgarter Schule“-Band oder mal als dreamy Krautrock-Kollektiv – diversiv also allemal, zudem mit Songs auch über Schnaps und Hochzeiten (und TV auf der Bühne).


Auf dem Umzug eines Freundes im Sommer 2016 gründeten Maike, Juliane und Klauke ihre Bandformation Fusel. Wenige Proben auf 14 Quadratmetern später nahmen sie bereits ihr erstes Album „Motel Without Pool“ auf, waren damit in Provinz und Stadt, Club und Festival unterwegs, und aus Gießen wurde kurzzeitig Tinseltown.

Die leicht düstere nicht-so-große-Stadt-an-Autobahn-Atmosphäre oszilliert auch im dynamisch vorantreibenden Sound von Fusel, der – mit starker Lo-Fi-Attitude designt – an verschiedenste Stile des Pop denken lässt. So wird Fusel mal als Shoegaze-Noise-Trio bezeichnet, mal als Post-Punk-„Stuttgarter Schule“-Band oder mal als dreamy Krautrock-Kollektiv – diversiv also allemal, zudem mit Songs auch über Schnaps und Hochzeiten (und TV auf der Bühne).


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